Homosexualität im Profifußball. Oder: Schade, dass wir uns damit auseinandersetzen müssen.

Nun hat sich erstmals ein Fußballspieler, Spieler in der Nationalmannschaft gar, als schwul geoutet. Thomas Hitzlsperger. Wenn das mal kein Thema ist. Dass das überhaupt immer noch ein Thema ist. Ich bin hin- und hergerissen.

In der Welt, in der wir leben, ist es eigentlich selbstverständlich. Ich finde es schade, dass wir uns überhaupt damit auseinandersetzen müssen.

Horst Heldt

Einerseits sehe ich es wie Horst Heldt, von dem das obige Zitat stammt, es sollte doch der Rede nicht wert sein.

Natürlich gibt es homo- und hetero-  und  a- und bi- und wasweißichnoch-sexuelle Menschen. Zu diesen Menschen gehören auch Profi-Fußballer.

Andererseits ist es eben doch der Rede wert. Und klar, gerade im Profi-Fußball, der Welt der männlichsten Männer mit den größten Brüsten und dicksten Eiern.

Aber auch im „normalen Leben“ werden Abweichungen von der Heterosexualität oft eben als genau das angesehen: Eine Deviation der Normalität, nicht eine Variante des Normalen.

Etwas, was man nicht selbstverständlich ist, sondern etwas, als für das man Mut braucht, wenn man sich „outet“, etwas, zu dem man sich „bekennt“, als sei es etwas schambehaftetes.

Wir werden uns noch oft mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Mit der Gleichstellung von homosexuellen Paaren. Mit Transsexualität. Asexualität. Und noch ungefähr 249 anderen Themen, denen allen gemeinsam ist, dass irgendjemand irgendwie irgendwo von irgendeiner Norm abweicht. Und damit, dass das in den meisten Fällen verdammt noch mal okay ist.

 

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