ganz normal

Kurz geloggt: „Richtiger“ und „falscher“ Autismus

Menschen, denen man ihren Autismus weniger anmerkt, passiert das jedoch ziemlich oft. (“Jetzt reiß dich doch mal zusammen”). Aber nur weil etwas nicht sichtbar ist, heißt das nicht, dass es nicht da ist. Wer Asperger-Autisten vorwirft, doch eigentlich ganz normal zu sein und kein “richtiger” Autist, der wertet die täglichen Anstrenungen, die das “Normalsein” erfordert, ab.

mrsgreenberry: Über “richtigen” und “falschen” Autismus

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Kurz geloggt: Asexuals Project by Laia Abril

asexualsproject.com via wer  „a“ sagt muss nicht „b“ sagen.

Asexuals do not feel sexual attraction. Asexuals romantics might feel romance and platonic affection but not sexual desire. Asexuals aromantics feel neither. The first community of “out” asexuals coalesced in the early 21st century, but struggles to deal with prejudices similar to that levelled against other sexual minorities. Accused of disease or denial, many asexual now hope to increase visibility and knowledge of their sexuality.

The Asexual Project is an ongoing multimedia web-doc created by the photographer and journalist Laia Abril.

The project portrays and gives voice to a whole spectrum of this sexual orientation, aiming to shed some light on a little-known community and to create a visual-creative-informative platform that encourages engagement.

Source: asexualsproject.com

Sie sind schwulenfeindlich. Und das ist scheiße.

Mensch, lieber Herr Matussek,  endlich spricht’s mal einer aus, was? (Da können Sie sich ja direkt mit dem Herrn Sarrazin zusammentun, der arme Mann darf ja auch immer nicht sagen, was eigentlich alle denken.)

Es ist aber auch eine Krux. So richtig gut antisemitisch („Mittlerweile hat Homophobie dem Antisemitismus als schlimmste ideologische Sünde den Rang streitig gemacht.“) kann man in diesem Land ja nun schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr sein, und nun soll man auch noch akzeptieren müssen, dass Schwule und Lesben heiraten, Kinder kriegen und wasnichtnochalles wollen? 

Wo soll das bitte hinführen wenn unsere Kinder nicht mehr ausreichend der „Polarität der Schöpfung“ ausgesetzt werden? Stellen Sie sich das doch mal vor – allerorten Kinder aus „der Ukraine oder Indien organisiert“ mit zwei Mamas oder zwei Papas. Gott bewahre, das will doch nun wirklich keiner!

Man sieht ja schon jetzt welche Auswüchse das nimmt, müssen doch brave, gottesfürchtige Männer und Frauen ihr Leben von gar schrecklichen Ängsten – Phobien, Homophobien – geplagt fristen, während ihnen dafür nicht einmal Verständnis zuteil wird. Im Gegenteil, es greift eine vollkommen unverständliche politische Korrektheit um sich, zuwider unserer Natur, sagen uns doch unsere  innersten emotional-affektiven Impulse, dass alles, was nicht „normaaaal“ in Konsequenz böseböseböse ist.

Man muss ja auch mal an die langfristigen Folgen für die Gesellschaft denken, wenn dann in Folge von Schöpfungspolaritätssichtbarkeitsmangel alle auf einmal homosexuell werden.

Nicht wahr, Herr Matussek, dann soll aber keiner sagen, Sie hätten nicht gewarnt vor diesen defizitären Ausprägungen der Sexualität!

Alle Zitate stammen aus dem Kommentar „Ich bin wohl homophob. Und das ist auch gut so“ von Matthias Matussek, der am 12.02.2014 auf welt.de veröffentlicht wurde.

Homosexualität im Profifußball. Oder: Schade, dass wir uns damit auseinandersetzen müssen.

Nun hat sich erstmals ein Fußballspieler, Spieler in der Nationalmannschaft gar, als schwul geoutet. Thomas Hitzlsperger. Wenn das mal kein Thema ist. Dass das überhaupt immer noch ein Thema ist. Ich bin hin- und hergerissen.

In der Welt, in der wir leben, ist es eigentlich selbstverständlich. Ich finde es schade, dass wir uns überhaupt damit auseinandersetzen müssen.

Horst Heldt

Einerseits sehe ich es wie Horst Heldt, von dem das obige Zitat stammt, es sollte doch der Rede nicht wert sein.

Natürlich gibt es homo- und hetero-  und  a- und bi- und wasweißichnoch-sexuelle Menschen. Zu diesen Menschen gehören auch Profi-Fußballer.

Andererseits ist es eben doch der Rede wert. Und klar, gerade im Profi-Fußball, der Welt der männlichsten Männer mit den größten Brüsten und dicksten Eiern.

Aber auch im „normalen Leben“ werden Abweichungen von der Heterosexualität oft eben als genau das angesehen: Eine Deviation der Normalität, nicht eine Variante des Normalen.

Etwas, was man nicht selbstverständlich ist, sondern etwas, als für das man Mut braucht, wenn man sich „outet“, etwas, zu dem man sich „bekennt“, als sei es etwas schambehaftetes.

Wir werden uns noch oft mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Mit der Gleichstellung von homosexuellen Paaren. Mit Transsexualität. Asexualität. Und noch ungefähr 249 anderen Themen, denen allen gemeinsam ist, dass irgendjemand irgendwie irgendwo von irgendeiner Norm abweicht. Und damit, dass das in den meisten Fällen verdammt noch mal okay ist.